Typ: Putnički parobrod
Name: Baron Gautsch
Zugehörigkeit: Austro-ugarska kompanija
Abmessungen: d=84,5 m; š=11,64m; 2069 BRT; 861 NRT
Versenktes Datum: 13.08.1914
Verursachen: Podvodna mina
Historische Bedeutung: Postoji. lokalitet je zaštićen. Ronjenje je dopušteno samo preko ovlaštenog ronilačkog centra.
Ort: W od otočja Brijuni
Schwierigkeiten finden: Lokacija je na otvorenom moru – potrebna pomoć instrumenata (GPS)
Maximale Tiefe: 41 m
Minimale Tiefe: 37 m
Strom: Uglavnom slaba, ali zbog otvorenog mora povremeno umjerena do jaka
Zugang: Pristup moguć isključivo brodom (lokacija je na otvorenom moru)
Sichtbarkeit: slabija ali zimi znatno bolja
Lebende Welt: Raznolik život na i oko olupine, povremeno primjerci većih riba
Wissen und Fähigkeiten: Ronilačke kategorije prema svojim ovlastima

Geschichte
Das luxuriöse Passagierschiff Baron Gautsch wurde 1908 in der britischen Werft vom Stapel gelaufen. Es war 84,5 Meter lang, 11,6 Meter breit mit 2069 BRT für österreichisches Lloyd. Von 1908 – 1914 wurden mit ihm Passagiere aus Dalmatien nach Triest und anderen Häfen auf nördlicher Adria-Küste befördert. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden viele Handelsschiffe der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zum Kriegsdienst eingezogen. Sie wurden mit Tarnfarben gestrichen und dienten als Hilfskreuzer für Truppentransport und Versorgung, so auch Baron Gautsch. Viele Offiziere waren Reservisten und traten in den Dienst der Kriegsmarine ein. Baron Gautsch hat so in vier Fahrten und 1810 Seemailen Militärverstärkung aus Triest nach Kotor in Montenegro befördert. Auf den jeweiligen Rückfahrten wurden mit dem Schiff in die Häfen der Nordadria evakuierte Zivilisten, insgesamt 2855 Personen, befördert.

EREIGNIS

Am 13.8.1914 ist Baron Gautsch mit den Passagieren aus Dalmatien nach Triest über die kürzeste Strecke gefahren. An diesem Tag wurden vom Minenleger Basilisk der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine Minen gelegt, um den Kriegshafen von Pula zu schützen. In der Nähe von Kap Kamenjak ist Baron Gautsch mit voller Geschwindigkeit viel näher an der Küste gefahren als von der militärischen Herrschaft angeordnet, der Kurs war direkt das an diesem Tag gelegte Minenfeld. Der Minenleger Basilisk, der auf der Abfahrt war, hat bemerkt, dass Gautsch in das Minenfeld fährt, sie haben gleich der Besatzung von Gautsch Warnsignale geschickt, aber niemand von ihnen hat sie bemerkt oder nicht richtig verstanden. Das Schiff war mitten im Minenfeld…Auf einmal hörte man eine gewaltige Explosion an linkem Backboard, das Wasser lief hoch und überdeckte das ganze Schiff. Das Schiff beugte sich sehr schnell nach links. Am Bord brach Panik aus, während die Besatzung versucht hat, das Rettungsboot ins Wasser zu lassen. Auch Basilsk, das von Gautsch rund drei Seemeilen entfernt war, hat seine Barkasse zur Unglücksstelle geschickt.

Nur einigen Minuten nach der Explosion ist das Dampfschiff Baron Gautsch für immer in die Meerestiefe untergegangen.

Obwohl in der Nähe ist es der Besatzung von Basilisk mit drei anderen Zerstörern gelungen, insgesamt 159 Menschen zu retten, während 177, von denen viele Frauen und Kinder in diesem Schiffbruch ums Leben gekommen sind.

Der zweite Offizier ist mit dem Schiff untergegangen, und der Kapitän und der erste Offizier wurden festgenommen und in Pula unter Hausarrest gestellt. Die Ermittlung und das Gerichtsverfahren werden nicht bekannt, da die Geschehnisse unter Kriegszensur standen.

Während den Unruhen in Wien wurde 1925 der Wiener Justizpalast verbrannt und somit auch die Akten über den größten zivilen Seeunglück der Österreichisch-Ungarischen Monarchie im 20. Jahrhundert.

WRACK

Das Schiff liegt auf ebenem Kiel auf sandigem Grund auf der Tiefe von 37 – 41 Meter. Der höchste und der flachste Teil des Schiffes ist das Oberdeck, weil von der Kommandobrücke aus Holz fast nicht geblieben ist. Die Masten sind nicht mehr wo sie waren,–  der vordere ist umgeknickt und liegt auf dem Aufbau gebeugt, und vom hinteren Mast gibt es keine Spuren mehr. Der Rumpf ist gut aufbewahrt, und in der Mitte auf der linken Seite des Schiffes in der Ebene der Wasserlinie ist ein 2 x 2 Meter großes Loch, das von der Minenexplosion verursacht wurde.  Am Bug ist Ankerwinde mit beiden Ankern an ihren Stellen. Der obere Schiffsteil ist auch den weniger erfahrenen Tauchern zugänglich.  Da die Holzteile am Bug hauptsächlich verwesen sind, ermöglicht das Tageslicht gute Sichtbarkeit an oberen Decks und in den Räumen, wo Salons und Speisesaal für Passagiere waren.  Die Glasscheiben sind schon lange nicht mehr in ihren Rahmen, und die Davits der Rettungsboote an der linken Seite des Schiffes sind auch heute zur Seite gelegt und zeugen über den Kampf der Besatzung und der Passagiere, das sinkende Schiff zu verlassen. Der vordere Schornstein ist in das Bootsinnere gesunken und liegt schräg über den Kesselraum.

Um das Schiff sind viele Fische zu sehen, von Schwärmen mit kleinen Fischen bis größeren Thunfische.

Wenn die Sichtbarkeit am Wrack ausgezeichnet ist, dann sieht man von der Wasserfläche obere Schiffsteile. Die Sichtbarkeit im Inneren des Schiffes ist in der Regel viel besser als im Außenteil des Wracks wegen weniger Meeresstrom, es ist aber erforderlich, vorsichtig zu sein, wenn man sich über den Deck und durch Räume bewegt, wo es immer eine Schicht feinen Schlamms gibt, der sich, wenn man mit den Flossen unnötige Bewegungen macht, leicht erhebt.

Fahrtdauer von DC SHARK: 1.45 – 2 Stunden